Stadt Königstein stützt ihre Tochter KWE

von admin am 26. November 2009

Von Hartmut Landgraf (Sächsische Zeitung)

Die KWE bekommt von der Stadt ein zinsgünstiges Darlehen, damit sie ihre Pachtschulden begleichen kann.
Aufbauhilfe, so nennt Bürgermeister Frieder Haase (parteilos) das 50000 Euro schwere Liquiditätsdarlehen, das Königstein seiner städtischen Wohnungs- und Entwicklungsgesellschaft KWE gewährt. Die KWE benötige den zinsgünstigen Kredit, um „städtische Rechnungen“ zu begleichen, sagte Haase am Montag im Stadtrat.

Die städtische Tochter war und ist Betreiber des alten Parkplatzes Eselswiese und des neuen Königsteiner Festungsparkhauses, und weil ihr durch die Bauarbeiten dort erhebliche Parkeinnahmen wegbrachen, bekam sie in der Vergangenheit bereits Pachtzahlungen von der Stadt gestundet. Der Bauverzug überstieg aber offenbar das Kalkül, denn um diese Pachtschulden abzulösen, braucht die KWE jetzt einen neuen Kredit. Von Überbrückungshilfen für die besucherschwachen Wintermonate war am Montag keine Rede mehr.

Haase betonte indessen, die KWE Königstein befinde sich „nicht in Zahlungsschwierigkeiten.“ Die Gesellschaft habe das vergangene Jahr mit Gewinn abgeschlossen und auch für dieses Jahr stünden die Prognosen nicht schlecht – seit August fließen im Festungsparkhaus endlich die erwarteten Einnahmen.

Laut Stadtverwaltung bestehen aufgrund der Umschuldung derzeit keine Risiken für den kommunalen Haushalt. Es gebe eine Rücklage, das Geld sei vorhanden, sagt der Bürgermeister. Und falls die Stadt selbst Liquiditätsprobleme bekomme, sei die Sache vertraglich so geregelt, dass die KWE das städtische Darlehen umgehend zurückzahlen und auf anderem Wege Kredit aufnehmen müsse.

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