Bad Schandauer Sendig-Brunnen

von admin am 27. November 2009

Von Lars Kühl (SZ Artikel vom 27.11.09)

Gestern wurde das Gussteil auf den Sockel gesetzt. Bis zur offiziellen Einweihung bleibt die Schale verhüllt.

Die Besucher des Bad Schandauer Marktplatzes staunen gestern Vormittag nicht schlecht: Ihnen bietet sich gleich doppelt Spektakuläres. Erst setzt Dachdecker Maik Bredner mit seinem Kran die Flügel auf die Weihnachtspyramide, dann folgt die 630Kilo schwere Schale für den Sendig-Brunnen.

Bildhauer Eberhard Wolf rennt geschäftig um das halbfertige Bauwerk und hilft beim Ausrichten des Bronzeteiles. Mit Loten wird der Wasserüberlauf fachmännisch imitiert. So soll verhindert werden, dass sich die verschiedenen Wasserläufe später durchkreuzen.

Auch Ullrich Kühne, Geschäftsführer der Kunstgießerei Lauchhammer, ist mit seinen Mitarbeitern vor Ort. „Jetzt sieht es schon aus wie ein Brunnen“, stellt er fest. In den vergangenen Wochen wurde die 2,25Meter breite Bronzeschale in seiner Firma nach der Gipsform, die Bildhauer Wolf in seinem Radebeuler Atelier schon vor Jahren modelliert hatte, gegossen. In fünf einzelnen Segmenten, wie Kühne erzählt, die anschließend verschweißt wurden.

Der Bronzeguss hat 32700Euro gekostet – finanziert aus Stadt- und Spendengeldern. Bis zur offiziellen Einweihung im Rahmen der Bad Schandauer Märchenweihnacht am 12.Dezember (15.30 Uhr) bleibt der Sendig-Brunnen aber unter einer Plane verhüllt. Um den Wiederaufbau ganz abzuschließen, fehlt die Figurengruppe mit der Nymphe und dem Knaben obenauf. Dafür werden noch rund 45000 Euro benötigt. Dennoch will der Förderverein den Wiederaufbau des Brunnens bis 2011 endgültig abschließen. Seit 1995 hat Eberhard Wolf den Auftrag zur Rekonstruktion des verschwundenen Brunnens.

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