Brähmigs Kritik an Vancouver ist Ablenkung

von admin am 18. Februar 2010

Mittwoch, 17. Februar 2010
(Sächsische Zeitung)

Ivo Teichmann, Chef des Tourismusvereins Elbsandsteingebirge, fordert ein Ende der Fördermentalität.

Als „Ablenkungsmanöver“ und „völlig an der Sache vorbei“ kritisiert Ivo Teichmann, Chef des Tourismusvereins Elbsandsteingebirge, die Kritik des Pirnaer CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Brähmig am „Saxony House“ in Vancouver.

Brähmig, der Vorsitzender des mit Teichmann im Wettbewerb stehenden Tourismusverbandes Sächsische Schweiz ist, hatte in der SZ die Kosten für das sächsische Haus bei den olympischen Winterspielen kritisiert. Er sei irritiert, dass der Freistaat sich solch eine Vertretung leiste, wenn er gleichzeitig Fördermittel im heimischen Tourismus kürzen will, so Brähmig.

Mehr Ausgabenkontrolle

Teichmann wiederum plädiert dafür, beim Tourismusmarketing auf Effizienz zu achten, statt nach Fördermitteln zu rufen. „Sicher muss man das Saxony House hinterfragen“, sagt der Königsteiner. In Zeiten leerer öffentlicher Kassen könne Brähmigs Tourismusverband dennoch keine gleichbleibend hohen Zuschüsse einfordern. „Stattdessen sollte man kritisch prüfen, wofür man das Geld ausgibt.“

Tourismusverband Sächsische Schweiz (Brähmig) und Tourismusverein Elbsandsteingebirge (Teichmann) betreiben beide Marketing und Gästewerbung für die Sächsische Schweiz und machen sich dabei Konkurrenz. Der Tourismusverband hatte im vergangenen Jahr laut Geschäftsbericht 15 hauptamtliche Mitarbeiter. Der Tourismusverein hatte nach eigenen Angaben 2 hauptamtliche Mitarbeiter und 242 Mitglieder. (SZ/ce)

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